Behandlung im Verlauf der Parkinsonerkrankung

Behandlung im Verlauf der Parkinsonerkrankung

Mit Parkinson selbständig bleiben, sich wohlfühlen und aktiv am Alltag teilhaben – diese Ziele möchten wir für unsere Patienten erreichen. Neben dem Erhalt der Beweglichkeit und Mobilität gehören dazu vor allem auch die Verbesserung von Konzentration, Aufmerksamkeit, die verlässliche Funktion von Magen, Darm, Harnblase und Kreislauf. Die Behandlungsempfehlungen beinhalten deshalb ein spezielles krankengymnastisches Übungsprogramm, die logopädische Behandlung sowie das Training von Gedächtnis und Konzentration. Die Ernährungsempfehlungen zielen sowohl auf die optimale Wirkung der Parkinson-Medikamente, die Unterstützung der Darmtätigkeit und eine ausreichende Nährstoffversorgung. Im Verlauf der Parkinson-Erkrankung achten wir auf eine sichere Schluckfunktion und vermitteln das Schluck-Training unter logopädischer Anleitung.

Starker Kreislauf bei Parkinson-Erkrankung

Von einem starken Kreislauf kann bei der Parkinson-Erkrankung einiges abhängen. Dazu gehören Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis aber auch die körperliche Fitness und Mobilität. Dazu gehört die Anpassung der bis dahin eingenommen Medikamente und Dosierungen, sodass Nebenwirkungen, welche Schwindel verursachen, möglichst vermieden werden. Bevor allerdings gezielt Medikamente zur Stärkung des Kreislaufes eingesetzt werden, schöpfen wir zunächst alle nicht-medikamentösen Maßnahmen und Hilfsmittel aus, welche den kreislauf-bedingten Schwindel verringern.

Wie übe ich richtig? Oft ist der Einstieg in das tägliche Übungsprogramm leichter, wenn das Kreislauftraining unter gezielter Anleitung durch Physiotherapeuten erfolgt. Dies koordinieren wir gern für Sie. Langfristig kann die Motivation erheblich gestärkt werden, wenn das Kreislauftraining in der Gruppe bspw. im Rahmen des Reha-Sports erfolgt. Hierfür haben wir konkrete Empfehlungen für Sie. Wenige gezielte Verhaltensempfehlungen und leicht umsetzbare Übungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur können den Kreislauf stabiler und belastbarer machen.

Kontrolle über die Blase bei Parkinson-Erkrankung

Was lässt sich für eine bessere Blasenfunktion bei Parkinson tun? Dafür arbeiten wir eng mit neurourologischen Kollegen zusammen und prüfen, ob bereits die Umstellung der bestehenden medikamentösen Behandlung und einige nicht-medikamentöse Empfehlungen Abhilfe schaffen. Das Spektrum der Behandlungsmethoden ist vielfältig und reicht vom Blasentraining über den Einsatz von Medikamenten bis zur Neuromodulation. Um den Behandlungserfolg zu begleiten, bietet die ANS Clinic Ihren Patienten ein elektronisches Tagebuch an.

Schmerzfrei bei Parkinson-Erkrankung

Nicht selten stören Missempfindungen und Schmerzen das Wohlbefinden im Rahmen der Parkinson-Erkrankung. Rückenschmerzen- und Schulterschmerzen können beispielsweise durch parkinson-bedingte Fehlhaltungen und Steifigkeit einer Körperseite hervorgerufen werden. Polyneuropathie bei Parkinson-Erkrankung, d.h. die Erkrankung von Nervenfasern kann mit Schmerzen und Missempfindungen in den Beinen und eventuell auch Armen einhergehen. Zur Schmerzlinderung setzen wir in Kombination mit Medikamenten natürlich Krankengymnastik und manuelle Therapie, aber auch auch die physikalische Therapie, die Transkutane Elektrostimulation (TENS) und Akkupunktur ein. Letztere sind bei uns im Facharztzentrum verfügbar. Abhängig von der Schmerzursache und der Ausprägung Ihrer Schmerzen wählen wir gemeinsam mit Ihnen die geeignete Schmerzbehandlung.

Erholsamer Schlaf bei Parkinson-Erkrankung

Schlafstörungen können die Frühphase der Parkinson-Erkrankung begleiten und nehmen im weiteren Verlauf der Erkrankung an Häufigkeit zu. Deshalb widmen wir der Verbesserung Ihres Schlafes besondere Aufmerksamkeit. Anhand von Schlafstörungen im Rahmen der Parkinson-Erkrankung wird klar, wie sehr das körperliche und psychische Wohlbefinden am Tage von der nächtlichen Erholung abhängen kann. Oft tragen Störungen durch häufige nächtliche Blasenentleerung, Bewegungseinschränkung, nächtliche Atemstörungen mit Schnarchen aber auch Albträume begleitet von Unruhe und heftigen Bewegungen dazu bei. Um die Ursache für einen nicht erholsamen Schlaf gezielt behandeln zu können, nutzen wir schlafmedizinische Diagnostik und ein breites Spektrum von Möglichkeiten, welche von nicht-medikamentösen Empfehlungen zur Schlafverbesserung, der medikamentösen Behandlung bis zur Versorgung mit einer Atemmaske zur Vermeidung nächtlichen Sauerstoffmangels und verschiedenen Entspannungstechniken reichen.

Prof. Dr. Med. Christina Haubrich
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Prof. Dr. Med. Christina Haubrich