Prof. Dr. Med. Christina Haubrich

Prof. Dr. Med. Christina Haubrich

Fachärztin für Neurologie
Initiatorin und Leiterin der ANS-Clinic in Düsseldorf

Medizinerin

Professor Dr. med. Christina Haubrich ist Fachärztin für Neurologie. Sie bringt Erfahrung und viel Passion für ihre Patienten mit. Im Rahmen ihrer medizinischen Tätigkeit an der Universitätsklinik Aachen hat sie dort bereits eine Ambulanz für Diagnostik und Behandlung neurovegetativer Störungen eingerichtet und erfolgreich etabliert.

Mit der ANS Clinic im Facharztzentrum Düsseldorf etablierte sie im Jahr 2017 die Diagnostik und Therapie neurovegetativer Beschwerden und Erkrankungen des Autonomen Nervensystems erstmals unter einem gemeinsamen Dach mit anderen medizinischen Fachgebieten.

Die Medizin entwickelt sich permanent weiter. Ich persönlich glaube, dass man seine Patienten nur dann gut beraten und behandeln kann, wenn man stets auf dem neuesten Stand ist."

Wissenschaftlerin

Ergänzend zu ihrer ärztlichen Tätigkeit wechselte Sie für Ihre Forschungsarbeiten mehrmals an die Universität Cambridge, UK. Zuletzt war sie Visiting Professor am Addenbrooke’s Hospital, Cambridge, UK. Im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit stehen akut-traumatische sowie neurodegenerative Erkrankungen, welche zu Störungen des Autonomen Nervensystems und der Hirndurchblutung führen können.

Seit September 2017 koordiniert Frau Prof. Haubrich das medizinisch-ingenieurwissenschaftliche Verbund-Projekt ParkinsonCompanion an der Universität Aachen, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Dieses Projekt ist Teil der Initiative Technik zu Menschen bringen und hat die Gestaltung eines smat devices bzw. mobilen Begleiters für Parkinson-Patienten zur Diagnostik von Schlaf und Vegetativum zum Ziel.

Das Clare Hall College Cambridge verlieh Frau Prof. Dr. med. Haubrich im Jahr 2010 das Life Membership.

Frau Prof. Dr. med. Haubrich wurde im Jahr 2015 in das Academia-Net der Robert-Bosch-Stiftung aufgenommen. academia-net.org

Dozentin

Prof. Dr. med. Christina Haubrich habilitierte sie sich im Fach Neurologie und lehrt seit dem Jahr 2008 an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen. Im Jahr 2015 wurde sie dort zur außerplanmäßigen Professorin für Neurologie ernannt.

Ein besonderes Anliegen ist ihr die Vermittlung von Kenntnissen in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Autonomen Nervensystems. Seit 2011 ist Frau Professor Haubrich Mitglied des Beirates des Arbeitsgemeinschaft Autonomes Nervensystem (AGANS), seit 2013 als Schatzmeisterin. Seit 2015 engagiert sie sich als Mitglied des Panels Autonomic Nervous Disorders der European Acadmy of Neurology (EAN) für die Entwicklung von Guidelines in der Diagnostik neurovegetativer Funktionen und ist Autorin regelmässig erscheinender scientific updates der EAN (Autonomic Disorders Panel) und AGANS. ean.org

Autorin

Ihre wissenschaftlichen Ergebnisse macht sie regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich. So ist sie Autorin von über 50 Veröffentlichungen in überwiegend internationalen wissenschaftlichen Journalen und Fachbüchern. Darüber hinaus vermittelt sie ihr Fachwissen regelmäßig auf internationalen Kongressen und Vortragsreihen.

Ihr ist wichtig zu vermitteln, dass auch seltene Erkrankungen, welche das Autonome Nervensystem betreffen, mit sorgfältiger Diagnostik erkannt werden können und behandelbar sind. Hier ein link zu: "Wenn die Elektrik der Organe streikt" in der Januar-Ausgabe 2017 der Reihe Gehirn&Geist, Spektrum der Wissenschaften. spektrum.de

Persönlich

Prof. Dr. med. Christina Haubrich lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Düsseldorf. Sie liebt Sport und Outdoor-Aktivitäten.

Wann immer möglich engagiert sie sich ehrenamtlich in Stiftungen und Organisationen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Über ihr inzwischen weites Netzwerk internationaler Kontakte und Kooperationen sowie langjährige wissenschaftliche Arbeit berät sie als Mentorin Medizinstudenten an der Universität Aachen. An der Universität Cambridge initiierte sie die UK-Academia-Net-Meetings für Wissenschaftlerinnen. academia-net.org

Nachgefragt

Warum haben Sie sich auf das „autonome Nervensystem“ spezialisiert?

Das autonome Nervensystem ist lebenswichtiger Impulsgeber für ein unabhängiges und langes Leben. Simpel formuliert, handelt es sich um die Elektrik der Organe.

Mich fasziniert das Thema und gleichzeitig reizt mich bei jedem Patienten auf ein Neues das System so gut wie möglich funktionsfähig zu halten. In der Regel haben wir viele Möglichkeiten bei Beschwerden zu helfen und den Betroffenen Teilhabe und Unabhängigkeit zu erhalten.

Was ist Ihnen als Medizinerin wichtig?

Meine Leidenschaft ist in erster Linie Menschen zu helfen. Inzwischen habe ich viel Erfahrung gesammelt. Im Zeitalter der Digitalisierung entdeckte ich auch, dass es zum Beispiel bei medizinischen Apps oder digitalen Tools viele neue und sehr hilfreiche Möglichkeiten gibt, um die Menschen auf dem Laufenden zu halten und somit selbstbestimmt zu sein. Daher bin ich daran interessiert, den Patienten so viele Informationen wie möglich zur Verfügung zu stellen, damit sie an der Entscheidungsfindung teilnehmen können, um eine Therapie zu finden, die für sie am besten geeignet ist. Ich möchte meine Patienten medizinisch sowie mit Know-how und Selbsthilfe unterstützen.

Warum engagieren Sie sich gleichzeitig in der Forschung?

Die Neurologie entwickelt sich ständig weiter. Ich persönlich glaube, dass Sie Ihre Patienten nur dann gut beraten und behandeln können, wenn Sie mit Ihrer medizinischen Disziplin auf dem neuesten Stand sind. Gleichzeitig entwickeln sich Medizin und Neurowissenschaften durch sorgfältige Beobachtung von Erkrankungen. Ich bin motiviert von dem Wunsch, das wissenschaftliche Feld mit technischen Lösungen zu unterstützen und zu fördern, die Patienten mit autonomen Erkrankungen einen besseren Zugang zu neuen Diagnostika und Therapien ermöglichen. Dies motivierte das gemeinsame Projekt ParkinsonCompanion zur Entwicklung eines intelligenten Geräts und einer App zur Unterstützung von Parkinson-Patienten. Das Projekt wird vom BMBF (Ministerium für Forschung und Bildung) finanziert und wird zusammen mit medizinischen Kollegen, Ingenieuren und Informatikern durchgeführt.

Prof. Dr. Med. Christina Haubrich
„Sie haben Fragen zum Thema ANS oder möchten einen Termin vereinbaren? Ich helfe Ihnen gerne weiter.“

Prof. Dr. Med. Christina Haubrich